Don DeLillo

Posted on 28 mai 2008

0


Qui aime la littérature sera sensible à la pensée phrase après phrase de l’écrivain, cet architecte qui cherche une structure intérieure, un équilibre, un rythme. Comme dirait Hemingway, il s’agit de mettre du noir sur du blanc (get black on white), aligner des lettres sur une page blanche.

Tout comme celui d’Orhan Pamuk (@WebOL), l’interview de Don DeLillo paru dans Die Zeit est une véritable discussion sur la littérature. Les non-germanophones pourront toujours plonger dans la recension du livre en question Falling Man publiée en juin dernier par la New York Review of Books.

[DeLillo] Bei Falling Man habe ich zwei Drittel des Buchs innerhalb eines Jahres geschrieben, indem ich meinem Instinkt gefolgt bin. Dann habe ich die einzelnen Teile neu zusammengefügt, um eine innere Struktur zu schaffen, eine Balance, einen Rhythmus, damit bestimmte Elemente in einem sinnvollen Abstand immer wieder auftauchen können. Ich habe mich wie ein Architekt gefühlt, der ein Gebäude entwirft. Wie Hemingway gesagt hat, get black on white, setze schwarze Buchstaben auf weißes Papier, dann folgt ein Satz dem nächsten.
[Die Zeit] Sie haben einmal gesagt: „Ich denke Satz für Satz.“
[DeLillo] Ja, ich denke Satz für Satz, Stein auf Stein. Ich lerne aus meinen eigenen Sätzen etwas über die Figuren eines Romans. Die Sätze bringen mir auf eine merkwürdige Art etwas über das Buch selbst bei. Ich begreife erst während des Schreibens, was ich wirklich sagen will. So geht es dann voran. Diese Erfahrung mache ich auch oft, wenn ich über Politik diskutiere. Bevor ich über ein bestimmtes Thema nicht diskutiert habe, kenne ich meine eigene Position meistens noch nicht.

Qui aime lire en allemand appréciera ceci : une réécriture condensée, traduite en allemand pour Die Zeit, du dernier roman de Don DeLillo intitulé Falling Man. Comme il se doit, la mise en page toute spéciale est très créative.

EINS
Es war keine Straße mehr, sondern eine Welt, Zeit und Raum aus fallender Asche, und nahezu Nacht. Er ging nordwärts durch Trümmer und Schlamm, und Menschen rannten an ihm vorbei, hielten sich Handtücher ans Gesicht oder Jacken über den Kopf. Sie hatten Taschentücher auf den Mund gepresst. Sie hatten Schuhe in den Händen, eine Frau mit einem Schuh in jeder Hand, rannten an ihm vorbei. Sie rannten und fielen, einige von ihnen, verwirrt und unbeholfen, überall kamen Trümmerbrocken herunter, und Menschen suchten unter Autos Schutz. (…)

Posted in: Art'OL, Littérature