Wiegenlieder

berceuses, lullabies, slaapliedjes (wiegeliedjes ?) sometimes based on excellent texts. Here are echoes from a so delicate restful series published by Die Zeit, as a marriage between words and sounds which is true music indeed. Furthermore,  « Wiegenlieder » ist ein Gemeinschaftsprojekt von SWR2, dem Carus-Verlag und ZEIT ONLINE.

Quiet ! Chut ! Ruhe !

« O gib, vom weichen Pfühle »

O gib, vom weichen Pfühle*,
träumend, ein halb Gehör!
Bei meinem Saitenspiele
schlafe! was willst du mehr?

Bei meinem Saitenspiele
segnet der Sterne Heer
die ewigen Gefühle;
schlafe! was willst du mehr?

Die ewigen Gefühle
heben mich, hoch und hehr,
Aus irdischem Gewühle;
schlafe! was willst du mehr?

Vom irdischen Gewühle
trennst du mich nur zu sehr,
bannst mich in deine Kühle;
schlafe! was willst du mehr?

Bannst mich in diese Kühle,
gibst nur im Traum Gehör.
Ach, auf dem weichen Pfühle
schlafe! was willst du mehr?

*Pfühle: Kissen

Musik: Carl Friedrich Zelter (1758-1832)
Text: Johann Wolfgang Goethe (1749-1832)

& :
–  Geister der Musik u. der Literatur (Esprits de la musique et de la littérature) | Franz Schubert (@WebOL).

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